NGW-BLOG | Autor:

Marcel Kuchler

Warschau

das ngw in warschau: Samstag, 07.03.2020

Am Samstag, den 7.03. trafen wir uns um 10:00 Uhr in der Schule, um dann gemeinsam die Bilder des Austausches anzugucken und unser Wissen über Warschau und die Geschichte Polens zu testen. Im Team mit dem jeweiligen Austauschpartner „battelten“ wir uns und kürten anschließend die Sieger! Danach zeigten uns die polnischen Schülerinnen, wie man „Belgijka“ tanzt, was ein typischer polnischer Tanz ist. Zuerst hatten wir leichte Schwierigkeiten, aber dann hat es allen sehr viel Spaß gemacht! Um 12 Uhr kamen die Familien in die Schule und brachten typisches polnisches Essen mit. Manche Sachen waren für unseren Geschmack sehr ungewöhnlich, aber insgesamt schmeckten die polnischen Spezialitäten sehr gut 🙂 

Um 14 Uhr ging es dann schon zum Flughafen, an dem unsere Gastfamilien uns sehr liebevoll verabschiedeten.

Unser Flug ging um 17 Uhr und vom Flughafen in Hamburg ging es weiter mit dem Zug bis nach Oldenburg, wo wir dann von unseren Familien in Empfang genommen wurden. Insgesamt war der Austausch eine wirklich spannende Erfahrung, die uns die polnische Lebensweise, Kultur und unsere gemeinsame Vergangenheit nähergebracht hat.

Von: Emma und Patricia

Warschau

Das NGW in Warschau: Freitag, 06.03.2020

Am Freitag, den 06.03. trafen wir uns zunächst in der Schule. Zuerst wurde die Aufgabe gestellt, in kleinen Gruppen oder alleine, das ,,Austauschlogo“ für diesen Schüleraustausch zu gestalten. Anschließend wurde das Logo mithilfe einer Abstimmung ausgesucht. Danach fanden wir uns wieder in kleinen Gruppen zusammen und erstellten Plakate, die die Verbundenheit zwischen Polen und Deutschland darstellen sollten, z.B. in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport. Anschließend druckten wir selber T-Shirts mit dem zuvor bestimmten Logo.

Damit endete das gemeinsame Programm an diesem Tag gegen 16.00 Uhr. Am Abend unternahmen wir in verschiedenen Freundesgruppen unterschiedliche Dinge, wie z.B. der Besuch eines Outlets, einer Shoppingmall oder des ,,Palace of Culture and Science“, wo man einen perfekten Blick über Warschau hatte. Andere waren z.B. auch noch zum Abschluss des Austausches mit den Gastfamilien in einem Restaurant essen.

Somit endete der lange Tag für viele gegen 23 Uhr.

Von Jale, Johanna und Jette

Warschau

Das NGW in Warschau: Donnerstag 05.03.2020

Das Erste, das wir am Donnerstag besichtigten, war das POLIN Museum.
Wir hatten erwartet, viel über die Geschichte der polnischen Juden zu erfahren.
Schlussendlich erfuhren wir viel mehr als erwartet über die Geschichte der polnischen Juden. Außerdem war das Museum sehr interessant gestaltet und die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wurde, war auch sehr cool, denn sie wurde mit Artefakten, Gemälden, interaktiven Installationen, Rekonstruktionen und Modellen, Videoprojektionen, Tönen und Wörtern erzählt. Diese Art der Erzählung überraschte uns alle sehr.
Die Tour begann damit, dass uns erzählt wurde, woher und wann die Juden überhaupt nach Polen kamen.
Die Ersten Juden kamen aus Westeuropa im Jahre 966.
Danach begaben wir uns auf eine Reise, die vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit ging.
Auf der Reise lernten wir vieles über das polnisch-jüdische Zusammenleben, über die Konflikte, die es zwischendurch zwischen den Juden und den Polen gab, aber natürlich wurde uns auch etwas über die gute Zeit erzählt.
Auf der Reise lernten wir, dass die Juden am Anfang besser gelebt hatten als die Polen selber und dass die Juden sehr bevorzugt wurden, da sie als sehr clever galten und dies nicht ohne Grund. Außerdem war Polen, unter der Herrschaft von Sigismunds, das Zentrum des jüdischen religiösen Lebens.
Am Ende der Tour erfuhren wir noch, dass die Juden damals in den sogenannten „Ghettos“ gefangen gehalten wurden und dann später von den Deutschen in die Konzentrationslager zur Tötung gebracht wurden.

In dem zweiten Museum ging es um das Leben in der Volksrepublik Polen (Polska Rzeczpospolita Ludowa). In dem Museum erfuhren wir, wie es zu Zeiten des Kommunismus in Polen war bzw. wie die Menschen in der Zeit lebten.
Es gab für jede Familie nur ein kleines Zimmerchen mit wenig Möbeln. Jede Familie hatte gerade mal so viel Geld, um davon noch Essen zu kaufen. Um sich extra Geld zu verdienen, bereiteten manche Menschen, wie uns eine Mitarbeiterin erzählt hatte, in ihrem Wäsche-„Fass“ Alkohol zu oder auch Butter. Mit diesem Geld wurde dann Kleidung gekauft. Ein anderes großes Problem war die Lieferzeit von Gegenständen, wie z.B. Telefonen. Da alle bzw. die meisten Gegenstände aus Polen kamen und es sehr viele Menschen waren, die im selben Zeitraum ein Telefon anfragten, dauerte es dem entsprechend lange. Das Beste an dem Museum waren die Propagandavideos, da die Probleme in diesen Videos übertrieben dargestellt wurden. Eines der Videos hatte das Thema „Käfer-Plage“; in dem Video wurde gezeigt, wie Soldaten mit Schutzanzügen über die Felder laufen und die Pflanzen spritzen oder es wurde auch gezeigt wie die polnische Luftwaffe mit Flugzeugen 10m über dem Strand fliegt und Gift abwirft, weil die Käfer anscheinend über das Wasser kommen…
Nach dem Museum waren wir noch in einer der Malls und haben ein bisschen was gegessen.
Das war der 05.03.2020 in Warschau, Polen
Von: Torge

Warschau

DAS NGW IN WARSCHAU: Mittwoch, 04.03.2020

Dieser Mittwoch war der dritte Tag unserer Reise und ich hatte das Gefühl, dass wir uns mittlerweile schon gut eingelebt hatten. Die anfängliche Schüchternheit der Teilnehmer auf polnischer und deutscher Seite schien beinahe ganz vergessen. Ich persönlich freute mich nicht besonders auf diesen Tag, bei dem es nur um das Genie am Piano, Chopin gehen sollte. Als Musiklaie hatte ich nie verstanden, was so besonders an dieser Person sein sollte, dessen Werke mir im Vergleich zu Beethoven oder Mozart eher total chaotisch und merkwürdig erschienen. Nichts desto trotz war ich offen dafür, mich eines Besseren belehren zu lassen. Und dafür sorgten die polnischen Schülerinnen und Schüler. 

Abgeholt wurden wir wie so oft an der Schule mit dem Bus, um ins Zentrum von Warschau zu fahren. Dort bekamen wir eine private Führung durch das Zentrum der Stadt, vorbei an zahllosen Prachtbauten, welche ich dem ehemals zerstörten Warschau gar nicht zugetraut hätte. Geführt wurden wir natürlich durch unsere polnischen Gastgeber, die uns mithilfe von multimedialen Bänken die Bedeutung von Chopin als großes Vorbild der Stadt auf Englisch und Deutsch deutlich machten. Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass man sein Herz in der Heilig-Kirche aufbewahrt. Was zum einen die Begeisterung der Warschauer verdeutlicht, aber zum anderen auch die Frage aufwirft, ob der Pianist selbst damit einverstanden war, dass Teile von ihm in einer Kirche ausgestellt werden.

Nach so vielen spannenden Fakten rund um Musik und Warschau, kam eine Pause gegen Mittag genau richtig, in der die Schüler sich frei in der Stadt bewegen konnten. Zur Stärkung wurden Frau Wempen und ich direkt auf einen warmen gefüllten Schoko-Berliner eingeladen. (Wobei dieser eher Schoko-Warschauer heißen müsste.) Zusätzlich haben wir noch zusammen mit der Gruppe eine Manufaktur für Süßigkeiten besucht, in der erste Geschenke für Zuhause gekauft wurden.

Gut gestärkt ging es zum Abschluss unserer Tagesfahrt in das Frédéric-Chopin-Museum Warschau. Hier konnten wir in einer sehr modern angelegten Ausstellung die Geschichte und Bedeutung von Chopins Musik individuell erfahren. Weiterhin bekamen wir auch die Möglichkeit, in einer privaten Führung mehr über das Privatleben dieser lebenden Legende zu lernen, der als Frauenschwarm und strenger Lehrer neben seiner Schaffenskraft als Komponist sowohl verehrt als auch gefürchtet wurde. Ich konnte mir zunächst kaum vorstellen, dass unsere jungen Teilnehmer sich für klassische Musik begeistern könnten. Aber kaum war die Führung vorbei, sah ich die Teenager mit den Kopfhörern auf den Ohren, dem Klavier lauschen. Man lernt nie aus.

Zurück bei der Schule verabschiedeten wir Lehrer die Schülerinnen und Schüler zurück in die Familien. Während diese sich abends zum Bowling verabredet hatten, wurden wir als Krönung des Tages zu einem Chopinkonzert eingeladen, bei dem eine Pianistin uns zuletzt noch einmal auf einem Flügel in die Welt des Chaos von Chopin entführte. Jedoch kam es mir nach diesem Tag so vor, als wenn ich dieses Mal ein bisschen Ordnung in diesem Chaos erkennen konnte.

Von: Herr Lanfer

Warschau

DAS NGW IN WARSCHAU: Dienstag, 03.03.2020

Das Erste, was wir an diesem Tag besichtigten, war das Warschauer Königsschloss, oder wie es dort genannt wird „Zamek Królewski“. Wir hatten sehr hohe Erwartungen aufgrund des Palastes, den wir einen Tag zuvor gesehen hatten und wurden auch nicht enttäuscht. Das Schloss war prachtvoll, die Räume wunderschön. 

Während der Tour wurde uns gezeigt, wo der letzte König Polens, nämlich Stanisław August Poniatowski lebte und die erste Konstitution Europas erstellt wurde, und nach den Vereinigten Staaten, die erste der Welt. Dies passierte am 3. Mai 1791, welcher heute ein polnischer Feiertag ist. Dann wurde uns ein riesiges und berühmtes Gemälde von Jan Matejko gezeigt, auf welchem genau dieses Ereignis dargestellt wurde. 

Nach der Besichtigung des Schlosses wurde uns von zwei polnischen Schülerinnen eine Legende über die Entstehung des Stadtnamens erzählt. 

Der Legende nach aß der König Kasimir der Erneuerer eines Tages bei einem armen Fischer Abendessen. Der Fischer erzählte dem König, dass seine Familie nun Zuwachs bekommen hatte, nämlich Zwillinge. Doch sie hatten Schwierigkeiten damit, eine Taufe für die Kinder zu organisieren, da keine Kirche sich in ihrer Nähe befand. Als Dank für das Essen bot der König dem Fischer Gold an, doch dies nahm er nicht an. Anstatt des Goldes versprach der König also, eine Taufe zu organisieren, was dann auch bald geschah. Der König wurde so der Patenonkel der Kinder und nannte den Jungen Wars und das Mädchen Sawa. So entstand laut dieser Legende der Name Warszawa. 

Der letzte Stop war das ,,Wissenschaftszentrum Kopernikus“, welches nach dem polnischen Astronomen Nikolaus Kopernikus benannt wurde. Er bewies, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. 

Im Wissenschaftszentrum konnten wir verschiedene Experimente durchführen, zum Beispiel zu Lichtverhältnissen und zu Magnetfeldern. Wir konnten uns auch einen kleinen Einblick verschaffen, wie unser Gehirn funktioniert, und noch vieles mehr erfahren. Durch die unterschiedlichen Experimente, die alles sehr gut veranschaulichten, war das Lernen kein bisschen langweilig und machte viel Spaß. 

Am Abend trafen sich alle polnischen Mädchen des Austausches zusammen mit ihren deutschen Austauschschülern in einem indischen Restaurant zu einem gemeinsamen Abendessen. So war auch dieser Tag sehr schön, wir hatten nicht nur Spaß an den Ausflügen, sondern wir lernten auch noch etwas.

Von: Olivia und Lilly

Warschau

DAS NGW IN WARSCHAU: Montag, 02.03.2020

Am ersten richtigen Tag wurden wir in der Schule „Skola Podstawowa im J.“ von dem Direktor und den Lehrern begrüßt. Kurz danach sind wir mit einem Bus zum Rathaus gefahren. Dort wurden wir auch vom Bürgermeister begrüßt und wir durften uns einen Film über die Stadt angucken. Daraufhin sind wir zum Palast Króla Jana dem Dritten gefahren, wo es eine Führung gab und wir viel über das Leben König Janas des Dritten erfuhren. Nachdem wir am Nachmittag wieder in der Schule angekommen waren, gingen die meisten von uns noch in das Einkaufszentrum Mokotów in Warschau, welches im Vergleich zu der Nordseepassage riesig ist. Nach diesem Tag waren die meisten schon ziemlich müde.

Von: Minou, Luna und Lilli

Warschau

DAS NGW IN WARSCHAU: Sonntag, 01.03.2020

Heute ging es los. Um 13:00 Uhr trafen wir uns alle am Oldenburger Bahnhof und fuhren dann um 13:35 weiter zum Hauptbahnhof von Bremen, von dort aus nach Hamburg und zum Schluss zum Flughafen von Hamburg. Während der Fahrt wurde natürlich viel darüber geredet, wie es wohl sein wird, wenn wir ankommen. Wir fanden es sehr aufregend, was sich noch verstärkte, je näher wir unserem Ziel kamen. 

Am Flughafen angekommen gingen wir als erstes zum Einchecken. Dort mussten wir leider etwas warten, aber zum Glück ging es danach zügig weiter. Als wir dann auch den Security Check hinter uns hatten, war das nächste Ziel das Abfluggate. Bis zum Einstieg um 19:50 Uhr hatten wir noch etwas Freizeit und konnten etwas essen und trinken. Als wir dann alle im Flieger saßen und auf den Start warteten, wurde es immer spannender. Einer vom Flugpersonal zeigte uns noch die Sicherheitsvorkehrungen und dann ging es endlich los. Der Start, der Flug und die Landung verliefen super, mit einem Bus, der am Flieger wartete, fuhren wir zum Flughafengebäude, holten unsere Koffer und gingen zur Eingangshalle, wo die Familien auf uns warteten. Die Freude war groß, sie alle wiederzusehen und wir tauschten uns darüber aus, was wir in der Zeit gemacht hatten, in der wir uns nicht gesehen hatten. Dann ging jeder mit seinem Austauschschüler mit und hatte noch einen schönen Abend mit der Familie.

Von: Minou, Luna und Lilli