…Es bewegt sich etwas am Mühlenweg. Die Klassen- und Differenzierungsräume, die Aula und das gesamte „Drum-Herum“ am Mühlenweg kristallisieren sich immer mehr heraus.

Die ersten Bodenbeläge liegen, die Maler sind fleißig dabei, Farbe an die Wände zu bringen und auch der Schritt in Richtung Barrierefreiheit ist ein weites Stück vorangeschritten: Die Fahrstühle werden gerade installiert. Doch auch von Außen hat sich bereits einiges getan: Die ersten Teile der neuen Aussenfassade wurden installiert und befestigt.

Doch auch dieses mal gilt wieder: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte – In diesem Sinne – Viel Spaß mit den am vergangenen Freitag entstandenen Impressionen von der NGW-Baustelle am Mühlenweg:

 

 

Nach zwei Wochen wurde es wieder dringend Zeit für einen Besuch auf der Baustelle am Mühlenweg. Wie gewohnt hat sich auch dieses Mal in den vergangenen Tagen einiges getan. Neben dem nun fast vollständig verlegten Estrich ist einiges an Farbe an die Wände gekommen und die Decken sind in vielen der neuen Räume bereits verkleidet. Sogar eine neue Treppe wurde eingebaut.

In der neuen Aula findet man bereits einen Schacht für eine Traverse für die Bühnenbeleuchtung und auch die Kabel für die Beschallungsanlage ragen an einigen Stellen schon aus der Wand. Diese Kabel und Anschlüsse sind jedoch nichts im Vergleich zu den neu entstehenden Physikräumen. Hier ragen Zu- und Ableitungen aus der Decke, den Wänden und dem Boden – das macht Eindruck.

Besonders beeindruckend sind auch die neuen Klassenräume, welche – frisch gestrichen – im Alt- wie im Neubau durch ihre helle und offene Atmosphäre bestechen. In diesem und in anderen Fällen hat der Architekt nicht zu viel versprochen. Wir bleiben gespannt und wünschen ein weiteres Mal viel Spaß mit den Bildern:

Während der Neubau am Mühlenweg für das Neue Gymnasium Wilhelmshaven eingeschneit ist, geht der Innenausbau immer weiter voran. Die Leitungen für die Anschlüsse in den neuen Physikräumen sind verlegt und die Verkabelung in den Alt- und Neubauten gehen voran. Die erste Farbe ist ebenfalls an der Wand. Wie all das aussieht zeigen ein weiteres Mal unsere Bilder …

Wie es aussieht, wenn die restlichen Räume mit Estrich ausgestattet werden und die Treppengeländer montiert werden, dass zeigen unsere aktuellen Bilder von der Baustelle, mit denen wir wie immer viel Freude wünschen.

 

 

Ein reges Treiben erwartete uns bei dem letzten Besuch auf der Baustelle im Mühlenweg. Anders als im letzten Winter ist hier ordentlich was los. Denn die Gebäude sind zu größten Teilen bereits dicht und der Innenausbau nimmt immer klarere Formen an. Viele mit Planen abgehängte Räume zeigen „hier wird geheizt“. Das bedeutet das der Estrich in diesem Raum fertig verlegt ist und nun auch die Decke und weitere Isolation eingezogen wird. Die Belüftungsanlage befindet sich ebenfalls im Aufbau. Im Altbau, wie auch im Neubau tut sich hier einiges.

Auch das öffentliche Interesse an dem Bau steigt. In der vergangenen Woche haben sich der Ausschuss der Stadt und eine Delegation der Schüler- und Elternvertretung ein Bild auf der Baustelle verschafft. Weitere Besuchergruppen nicht ausgeschlossen. Alle anderen können sich voraussichtlich nach der Einweihung im Sommer ein Bild der neuen Schule machen.

 

von Dr. Jens Graul

Die Kasernenanlage am Mühlenweg ist 1912 – vor gut 100 Jahren – vom Marine-Garnison-Bauamt Wilhelmshaven, den Architekten Wilibald Strempel und Friedrich Balfanz, errichtet worden. Sie bestand aus elf Unterkunfts- bzw. Verwaltungsgebäuden, einem Exerzierhaus (der späteren Kraftwagenhalle) sowie einem sehr großen Exerzierplatz.

Das Kasernengelände lag auf Heppenser Gebiet. Schon vor der Jahrhundertwende hatte sich herausgestellt, dass das ursprünglich von Preußen 1853 bzw. 1864 zur Anlage eines Flottenstützpunktes erworbene Areal dem militärischen Bedarf nicht mehr genügte. Das Großherzogtum Oldenburg lehnte eine weitere Ausdehnung des preußischen Jadegebiets ab, gestattete aber Preußen, auf fiskalischem Gebiet militärische Anlagen zu errichten: die Kasernen am Mühlenweg,  die Kasernen für das II. Seebataillon an der Gökerstraße, das Marinebekleidungsamt in der Ulmenstraße (Textilhof), die Marinewaschanstalt in der Schellingstraße oder das Munitionsdepot und die Schießanlage (später Sportgelände) an der Freiligrathstraße.

Die Architekten entwarfen zwischen Mühlenweg und Artilleriestraße (heute Schellingstraße) eine Anlage nach dem Prinzip der „Pavillon-Kaserne“:  einzelne freistehende Unterkunftsgebäuden rund um einen zentralen Exerzierplatz. Die Kasernen waren für 2.400 Soldaten ausgelegt und damit möglicherweise eine der größten Anlagen ihrer Zeit. Die Gestaltung die Gebäude entsprach dem so bezeichneten „niederländischen Renaissancestil“. Ingo Sommer schrieb dazu: „Die zwei bis viergeschossigen Einzelgebäude sind im Inneren absolut modern, vermitteln aber im äußeren den Eindruck bürgerlich verschlafener Biederkeit, auch wenn sie hoheitlich gemeint waren. Die umlaufenden roten Backsteinfassaden sind durch helle Sandsteinstreifen in Höhe der Fensterstürze, Fensterbänke und Kämpfer aufgelockert. Hoch ausragende, steile Ziegeldächer enthalten weitere Geschosse und entsprechende Gaubenreihen. Sogar Dachdetails aus dem Formkatalog der englischen Landhausvillen sind zu finden. Hervorstechendes Merkmal der Mühlenwegkasernen sind die zahlreichen treppenförmigen teils mehrere Geschosse hohen Renaissancegiebel, die durch Voluten, Schweifwerk und Obelisken äußerst reichhaltig gerahmt sind.“ [1]

neueKaserneMuehlenweg

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