GYMNASIUM Unterricht beginnt am Donnerstag – Ganztagsbetrieb ab 19. August – Sporthalle zum zweiten Halbjahr fertig

Auch wenn weiterhin Handwerker zu tun ha- ben, ist das Neue Gym- nasium rechtzeitig funk- tionsfähig. Mitarbeiter der Stadt sind mit dem Verlauf der Arbeiten zu- frieden.

VON URSULA GROSSE BOCKHORN

WILHELMSHAVEN – Noch fehlt das Namensschild am Ein- gang. Dafür steht nach wie vor das Bauschild zur Straßensei- te. Auf dem künftigen Schul- hof harrt die Planierraupe auf den weiteren Einsatz. Drin- nen zimmern Handwerker. In Ecken, Nischen und auf Flu- ren stapeln sich Stühle, Com- puter und andere Einrich- tungsgegenstände noch.

 

Bis zum kommenden Donnerstag soll sich die Baustelle in eine funktionsfähige Schule verwandeln. Im Außenbereich werde dann noch gearbeitet, räumt Hartmut Gundlach, Projekt- leiter beim Eigenbetrieb Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven (GGS), ein. Auch innen werden noch Handwerker unterwegs sein, „aber so, dass es den Unterricht nicht stört“. Seine Botschaft an Lehrer, Schüler und Eltern: „Die Schule kann arbeiten.“

Das Wochenende fängt auf der Baustelle diesmal erst spät an. Heute und morgen wird geputzt, was das Zeug hält. Nicht nur die beauftragten

Firmen werden im Einsatz sein, sondern auch alle ver- fügbaren GGS-Kräfte. Montagmorgen jedenfalls müssen die Räume sauber sein. Denn dann werden die Möbel aufgestellt. Auch für Rolf Oldendorf von der Schulverwaltung und die beiden schulischen Koordinatoren Klaus Schöpfer und Michael Tolkmitt, die Vorbereitungsgruppe für den Umzug, beginnt der Großein- satz. Sie sind für die Feinjustierung zuständig und müssen dafür sorgen, dass zum Wiederbeginn des Unterrichts alles Wesentliche funktioniert.

Damit die Schule arbeitsfähig sein kann, wurden einige Teilbereiche zeitlich verscho- ben. Die Sporthalle wird erst zum zweiten Halbjahr fertig. Für die Jahrgänge 5 bis 10 reichten die Kapazitäten am

Standort aus, versichert der für diesen Be- reich zuständige Projektleiter Olaf Mertens. Nur die Oberstufe müsse zu nahe gelegenen Sporthallen fahren. Zum Schuljahresbeginn nicht fertig ist auch die Mensa. Sie soll am 19. August eröffnen – erst dann beginnt auch der Ganztagsbetrieb. Dagegen wird der Kiosk vom ersten Schultag an Getränke und Snacks anbieten.

Zwischen unausgepackten Umzugskartons wird im Sekretariat bereits gearbeitet. Während in Unterrichts- und Fachräumen das Mobiliar aus dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium und dem alten Gymnasium am Mühlenweg wieder aufgestellt wird, bekommen Verwaltung, Lehrerzimmer,

Mensa und Aula neue Möbel. Schulleiterin Anke Steckhan und Stellvertreterin Renate Domanske haben sich am Mittwoch ihre neuen Arbeitsplätze angesehen. Beide seien begeistert gewesen, berichtet Hans-Gerhard Giersdorf, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Sport, über den gemeinsamen Rundgang. Sie sehen das „Herforder Modell“, das beim Raumprogramm des Neuen Gymnasiums Pate stand, als noch übertroffen an. Man könne bald von einem „Wilhelmshavener Modell“ sprechen.

Was das heißt, ist eine Etage höher zu sehen. Für jeweils zwei Klassen gibt es einen Gruppenraum, alles nur durch Glaswände voneinander getrennt. Glasfenster schaffen Transparenz auch zu den Fluren, die ebenfalls Aufenthaltscharakter haben. Zwischen Alt- und Neubau gebe es keine qualitativen Unterschiede, freut sich Gundlach. Nichts erinnert in den alten Trakten daran, dass diese einst als Kasernen gedient haben.

Doch auch das Gebäude Mühlenweg 59 halte nach der Auffrischung dem Vergleich mit den Umbauten stand, versichert Gundlach. Es ist als „Puffer“ vorgesehen, der bis zum erwarteten Rückgang der Schülerzahlen genutzt werden soll. Für die Oberstufe, die dort einstweilen unterkommt, sei das „Herforder Modell“ ohnehin nicht gedacht. „Die bekommen aber keine B-Ausstattung.“ Wie lange das Gebäude benötigt wird, bleibt abzuwarten. Im neuen Schuljahr startet das Neue Gymnasium fünfzügig.

 

Wilhelmshavener Zeitung vom 02. August 2013, Seite 8

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